Fachsymposium – Lebensqualität dank ambulanter und stationärer Versorgung

Herzlich laden wir Sie zu unserem Symposium am 4. November an der FHNW in Olten, zum Thema Lebensqualität dank ambulanter und stationärer Versorgung – Eine Standortbestimmung zur Pädiatrischen Palliative Care (PPC), ein. Ziel der Veranstaltung ist es, die sich verändernden Rahmenbedingungen in der Versorgung von lebenslimitierend erkrankten Kindern und Jugendlichen zu beleuchten und Lösungsansätze für mehr Versorgungsgerechtigkeit und damit eine bessere Versorgung zu diskutieren.

In der Schweiz gibt es Tausende Kinder und Jugendliche mit mehrjährigen, mehr oder weniger lebenslimitierenden Krankheitsverläufen – nur ein Teil von ihnen ist sterbenskrank. Sowohl ambulante als auch stationäre Versorgungseinrichtungen haben für sie eine grosse Bedeutung. Im Alltag zeigt sich, dass sowohl die Versorgung als auch die Betreuung dieser Fälle komplexer werden. Die pflegenden Angehörige fordern vermehrt ein Mitspracherecht und ein Recht auf Selbstbestimmung, wenn es um ihre schwerstkranken Kinder geht. Zugleich besteht der Wunsch, bis zuletzt im vertrauten Umfeld verbleiben zu können. Ebenso wird auf gesundheitspolitischer Ebene gefordert, dass vermehrt ambulante Angebote in Anspruch genommen werden sollen.

Eine weitere veränderte Rahmenbedingung ist die Vorgabe nach Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe: Weil immer mehr „Überlebende der Neonatologie“ mit kritischen Perspektiven das Schulalter erreichen verändern sich die Aufgaben von Eltern, spezialisierten Institutionen und Schulen, Praxispädiater:innen, Spitex-Organisationen u.a.m. Gefragt sind neue Unterstützungsangebote und anders integrierte Versorgungsnetze und Beratungsdienste.

Mit dem Symposium will pro pallium Aspekte dieser Veränderungen beleuchten und Lösungsansätze für mehr Versorgungsgerechtigkeit und damit eine bessere Versorgung der betroffenen Kinder und Familien zur Diskussion stellen. Neben Dialogen mit Freiwilligen, Betroffenen, Praxispädiater:innen, Hospizverantwortlichen und Expert:innen werden wir auch Dr. med. Claudia Wandt gedenken. Als ehemalige Mitarbeiterin und richtungsweisende Impulsgeberin hat sie die strategische und operative Weiterentwicklung von pro pallium massgeblich beeinflusst.

Programmablauf

4. November 2022   13h45-17h30                           FHNW Olten, Von Roll-Strasse 10

Ab 13.00Empfang
13.45Eröffnung und Begrüssung
Marc Delaquis, Co-Geschäftsführer pro pallium
  
               «palliativ» polarisiert
 Das Vermächtnis von Dr. med. Claudia Wandt:
Initialzündung für eine Standortbestimmung
 Was heisst palliativ bei Kindern:
Bald sterbend oder chronisch lebenslimitiert?
Thesen über Verschiebungen in der PPC
Dr. Beat Sottas, Stiftungsrat pro pallium
  
               ❷«palliativ» und die stationäre Versorgung
 Wenn PPC erwachsen wird: Zur institutionellen Neukonfiguration
von Kinderhospizen in England
Dr. Debora Niermann, Forschungszentrum für Kindheiten
in Schule und Gesellschaft, Pädagogische Hochschule Zürich
 Kinderhospiz: Bedarf, Erwartungen, Grenzen
Rundtischgespräch – Dr. Beat Sottas im Dialog mit Dr. Debora Niermann  
und Prof. Dr. em. Urs B. Schaad, Vizepräsident der Stiftung Kinderhospiz Schweiz

Diskussion mit den Teilnehmenden    
               ❸«palliativ» und bessere häusliche Versorgung
     Herausforderungen für mehr Lebensqualität: Ergebnisse
aus Interviews mit Praxispädiater:innen
und Eltern 
Sarah Brügger, Projektleiterin bei formative works, Bourguillon

Ambulantisierung und Lebensqualität          
Sarah Brügger im Gespräch mit Dr. Regula Theile (Bellinzona)
und Dr. Jürg Streuli (Pallivia Ostschweiz)

Diskussion mit den Teilnehmenden  
16.00Pause 10′
  
               ❹«normales» Leben mit lebenslimitierten Perspektiven
 Stärkung und Optimierung der psycho-sozialen Dimension
Dr. Beat Sottas im Gespräch mit Prof. Dr. Cornelia Rüegger,
Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW Olten
 Reflexion der Theorie für eine bessere Praxis
Tabea Mantsch (Kinderspitex Biel-Bienne Regio) und Franziska Grab (pro infirmis)
im Gespräch mit Cornelia Rüegger und Dr. Beat Sottas

Diskussion mit den Teilnehmenden  
 Strategie und Weiterentwicklung von pro pallium
Christiane von May & Dr. Beat Sottas  
17.15Apéro

Bei Interesse, melden Sie sich bitte per E-Mail via info@pro-pallium.ch, Betreff «Anmeldung Symposium» (bis 28.10.2022) an. Das Symposium richtet sich an Fachpersonen und Interessierte gleichermassen – die Teilnahme ist kostenlos. Gerne können Sie diese Einladung in Ihrem Netzwerk streuen.

Hier können Sie das detaillierte Programm als PDF herunterladen: Fachsymposium pro pallium 2022

Fachsymposium – Lebensqualität dank ambulanter und stationärer Versorgung
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